Youtube und der Sinn des Lebens

Heute früh kommt mein Sohn Heinrich die Treppe runter und hat ein total leuchtendes Gesicht. Ich setze mich zu ihm an den Frühstückstisch. Ich sehe, dass Heinrich kurz überlegt, ob er mir etwas erzählen soll. Er tut es. Er erzählt mir vom Youtuber MarcelScorpion. Von dem hatte ich bis jetzt noch nichts gehört. Kurz beschreibt mir Heinrich, worum es in seinem neuesten Video geht. Jetzt hatte ich zwei Möglichkeiten. 1. zu sagen, ist ja interessant und  die Sache auf sich beruhen zu lassen ODER 2. mir das Video anzuschauen. Heinrich leuchtendes Gesicht hat mir gesagt, wenn ich jetzt in die Welt meines Sohnes eintauchen möchte, dann schaue ich dieses Video an. Mir ist es wichtig, zu wissen, was ihn bewegt. Also schaue ich es an!

Leute, dieses Video hat mich echt berührt. Wieder einmal bin ich dankbar, dass da eine Generation heranwächst, die schon über solche Themen nachdenkt.

Wir haben uns dann noch kurz darüber ausgetauscht, doch Heinrich wollte los zur Schule. Bestimmt sprechen wir heute Nachmittag noch weiter über den Sinn des Lebens. Das Video bietet eine gute Gesprächsvorlage, wenn man in die Welt seiner Teenager-Kinder eintauchen möchte.

Schaut es euch selbst an.

Eure Katja

Gedicht über Rostock by HEINRICH

Zur Zeit macht es mir richtig Freude, zu sehen, dass Heinrich manche Aufgaben für die Schule richtig gerne macht. Die Klassenstufe hatte das Projekt „Heimatstadt“. Dazu sind sie durch Rostock gezogen. Jede Gruppe hat an einem Wahrzeichen einen Vortrag gehalten. Abgerundet wurde das Projekt durch die Aufgabe, eine Kurzgeschichte oder ein Gedicht über Rostock zu schreiben. Genau hierbei ist mir wieder aufgefallen, dass es die Kreativität ist, der Freiraum für den eigenen Ausdruck von Gefühlen und Worten, die Jugendliche brauchen. Ich habe auch gemerkt, dass gerade Liedtexte, die Heinrich häufig hört, auch Einfluss auf die Wortwahl und den Rhythmus haben. Doch nun mache ich es nicht mehr sooooo spannend. Heinrich hat gesagt 90 % des Gedichts sind von ihm, 5% von Papa und 5% von Mama.

Rückkehr
(von Heinrich Walter Zarm)

Ich lebte im Westen einer Stadt,
die ihren FC Hansa hat.

Hier wuchs ich auf, lernte viel,
sah auch so manches Fußballspiel.

Die Hansesail, Norddeutschlands größtes Spektakel,
weckte mein Fernweh und schrieb mein Orakel.

Es zog mich weg, ein Jahr an andere Orte.
Jetzt bin ich zurück und finde keine Worte.

Ich weiß, was ich wiederfand,
meine Heimatstadt am Ostseestrand.

Ich erblickte den Turm von St. Marien,
an diesem einen Tag, an dem die Sonne schien.

Mein Herz pochte vor Glück im meiner Brust,
als ich fort war, spürte ich den Verlust.

Rostock- auf dieser Welt der schönste Fleck,
ich will hier nie wieder weg.

Schön oder?

Eure Katja

Neue Familienmitglieder

Seit circa einem Monat sind wir nun zu siebent. Ich hab das noch nie geschrieben „ZU SIEBENT“. Ja Moritz und Berni gehören jetzt auch dazu. Sie sind No. 2 und No. 3.! Schildi ist natürlich No. 1, zwar nicht im Beliebtheitsranking, aber unsere Moschusschildkröte war das erste Haustier unserer Kinder.
Als die beiden Zwergkaninchenmännchen bei uns ankamen, hatten wir noch keinen Hasenstall, deshalb lebten die beiden erstmal in der Auflagenbox für unsere Sitzkissen von Gartenmöbeln. Das ging auch ganz gut. Nach ein paar Tagen ohne Holzstall bekamen die Häschen scharfe Krallen und Mathilde und ich hatten blutende Wunden. Das änderte aber bis heute nichts an unserer Liebe für die Hasen. Der schwarze sollte übrigens „Schwarzenegger“ heißen, bekam dann aber doch den Namen Berni. Er gehört Heinrich. Moritz ist Tildis Hase. Tja und ich kümmere mich um beide, wenn die Kinder vor lauter Schule, Freizeitstress und Überforderung als Haseneltern mal nicht können. Andreas hält sich weitestgehend raus, hat aber einen Hasenstall besorgt und zusammengebaut, Stroh und Heu von Freunden besorgt und erstmal aufs Rasen düngen verzichtet. Achja und abgeholt hat er die Hasen auch mit den Kindern. Immerhin 4 Stunden Fahrt (Hin-und Rückfahrt zusammen). Irgendwie mag er die zwei scheinbar auch. Obwohl er nicht so begeistert über die neue Verpflichtung war.
Wir drei anderen lieben jedenfalls die extra Portion Knuddelei, die wir durch die Hasen bekommen.
Ihr seid bestimmt schon ganz gespannt, wie sie aussehen. Hier ein paar Impressionen.

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Sind sie nicht wunderschön. Jeder hat seinen eigenen Charakter. Irgendwie auch passend zu den Kindern. Ein wahre Freude 🙂
Wieviel Glück wir haben, weiß ich durch Heike unsere Freundin und Nachbarin. Ihre Hasen ließen sich nicht auf den Arm nehmen, kuscheln ging erst recht nicht, sodass sie keine Freude machten und wieder verkauft werden mussten. Unsere Hasen sind von ganz lieben menschlichen Hasenmüttern und ganz glücklich aufgewachsen mit vielen Geschwistern. Sie sind es gewohnt, draußen zu leben.
Ich wünsche uns ein harmonisches, kuscheliges und hasiges Zusammenleben.

Verliebte Grüße
Katja

Das Leben hat mich

Ich kann mein Ziel, einmal pro Woche zu posten offensichtlich nicht einhalten.
Das führte bei mir zu einen Prozess der Anspannung und die übliche Gedankenschleife begann:
„Habe ich zuviel versprochen? Schon wieder halte ich etwas nicht durch. Und so weiter und so weiter!“
Doch ich habe beschlossen, mich nicht selbst runterzuziehen.
Der Grund für die Pause ist das pure Leben. Neuer Job, ungeahnter Erfolg in der Selbstständigkeit, Reisen, Kindergeburtstage, neue Familienmitglieder (Hasen), Redewettbewerbe, Vorträge auf Fachtagen, ehrenamtliche Tätigkeiten in der Alzheimer Gesellschaft und so weiter und so weiter. Wo Schatten ist, da ist auch Licht. Und umgekehrt. Deshalb schaue ich genauer hin und weiß, warum ich im Moment nicht wöchentlich poste.

Ich habe heute auch eine schwere Entscheidung getroffen, ich nehme erstmal nicht am Kurs „Schreibglück“ teil. Es ist mein Herzenswunsch und der Kurs kommt auch sofort auf meine Visionstafel, dennoch ist jetzt noch nicht die richtige Zeit. Ich bin mir jedoch sicher, die kommt!
Wenn du aber schon anfangen willst, dein Buch zu schreiben, dann schau mal hier!

Eine wunderbare Woche wünscht dir
Katja

Spaß mit Heinrich

Heute kommt mein 13-jähriger Sohn Heinrich von der Schule, ist voll am Grinsen und voll gut drauf. Er ist sowieso meistens gut drauf. Aber heute ging das Grinsen gar nicht mehr weg. Ich werde neugierig. Aber da fragt Heinrich mich schon: „Du Mama, soll ich dir mal ein cooles Video von Julien Bam und Lena zeigen?“ Ich: „Klar!“
Ich brauche gar nicht zu fragen, wer Julien Bam ist. Ich bin voll im Bilde. Das ist ein Youtuber, dem Heinrich als „Follower“ folgt, weil der einfach megacooooool ist.
Zuerst hat Heinrich uns ständig davon erzählt, beim Abendbrot, zum Frühstück oder einfach, wenn er mal wieder in Teeniedauerquassellaune war und nicht mehr aufhört, zu reden. Ich hab das alles immer nicht kapiert, was er erzählt hat. ABER ich habe gespürt: Es ist etwas, das ihn bewegt, begeistert und glücklich macht. Und da mir das Glück meiner Kinder sehr wichtig ist und ich auch ein wenig neidisch auf seine pure Freude aus dem Internet bin, hab ich mir die Leute zeigen lassen, denen er folgt.
Da ich schon alt und uncool bin, hab ich noch nicht alles erfasst, ABER diese jungen Leute, die da Videos hochladen, haben echt was drauf. Ich bin fasziniert, begeistert und beeindruckt zugleich. So viel Tiefgang, Witz und Liebe zum Detail. WAHNSINN!
Ich sag dann immer zu Heinrich: „Mach doch auch Videos. Du bist doch genauso cool und lustig, wie die!“ Er hat schließlich auch einen eigenen Channel. Dann sagt er immer: „NEEE Mama, die brauchen 7-10 Stunden für ein Video. Ich geh doch noch zur Schule und hab keine Zeit dafür. Und ……. (hab den Youtubernamen vergessen ), der sagt, Schule zu Ende machen, ist wichtig.“
GUTER JUNGE!
Doch manchmal erschreckt mich diese Vernunft. Warum, das erzähle ich euch später mal in Ruhe. Ist eine längere Geschichte.
Jetzt aber zum Video von Julien Bam und Lena. Wir haben es uns angeschaut und wieder mal habe ich mich jung (20 Jahre alt) und cool gefühlt. Das schönste war jedoch, mit Heinrich zusammen zu lachen, sich verbunden zu fühlen und kurz in die Welt meines Sohnes einzutauchen. Magic Moment. Hier könnt ihr euch das Video auch „reinziehen“!


Eure
Katja

 

Mann, Frau, Insurbordination

Im Herbst 2010 hatte ich noch ein Studentenabo der lokalen Zeitung. Ich habe die Zeitung jedoch nur ab und zu gelesen. Eher sporadisch. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, einen Miniartikel mit ca. 50 Wörtern zu lesen, ziemlich gering gewesen. ABER, wie …. (ja wer eigentlich) nun mal will, las ich in der Zeitung, dass sich in Rostock ein Rhetorikclub gründen will. Dort sollte man Reden und Führungqualitäten lernen. Ich kann heute gar nicht mehr genau sagen, warum ich dort einfach anrief und mich zum Infoabend anmeldete. Mathilde war gerade alt genug, dass ich wieder etwas für mich tun konnte. Ich hatte auch schon an einen Bauch-Beine-Po-Kurs oder Volleyball im Frauenverein gedacht. Sport hätte mir sicherlich auch sehr gut getan.

Jedenfalls konnte ich mir nach diesem Miniartkel vorstellen, meine Freizeit mit Reden statt mit Sport zu verbringen.

Auf dem Infoabend wurden Reden gehalten und das ganze Prinizip eines Clubabends der Non-Profit-Organisation Toastmasters vorgstellt. Mein erster Gedanke war: „Das kann ich nicht. So etwas werde ich mich nie trauen.“ Ich war trotzdem fasziniert und meldete mich im Oktober 2010 offiziell als Gründungsmitglied an. Seitdem habe ich ca. 35 Reden gehalten, mehrere Wettbewerbe gewonnen, die vorletzte Stufe in der Führungslaufbahn von Toastmasters erreicht, einen Award für mein Engagement in der Organisation erhalten, einen neuen Club in Wismar mitgegründet, mehrere Mentees begleitet,…..

Ihr merkt schon, es ist zu einer regelrechten Leidenschaft geworden. Wenn ihr mehr über Toastmasters erfahren wollt, dann schaut hier. Wollt ihr meinen ersten Club, die HanseRedner Rostock kennenlernen, dann los. Oder die Wismasters? Dann hier entlang.

Doch wie komme ich auf den Titel dieses Eintrags?

Stellt euch vor, ein Teil eines Clubabend sind die Stegreifreden. Da stellt ein Moderator eine Frage, ruft dich auf und du sollst aus dem Stegreif eine 1-2 minütige Rede halten. Diese soll eine Einleitung, einen Hauptteil und eine Botschaft/ einen Apell enthalten.

Meine Frage bzw. Aufgabe beim letzten Mal lautete. Halte eine sinnvolle Rede, die folgende 3 Begriffe (Mann, Frau, Insubordination) enthält. Dabei muss jedes Wort mindestens 2-3 mal vorkommen. Diese Aufgabe ist auch für eine leidenscaftliche Rhetorikerin, wie mich eine Herausforderung. Mir ist patout nicht eingefallen, was Insubordination bedeutet. Ich hab die Aufgabe trotztdem erfüllt und sogar noch Humor in die Rede eingebaut. Man muss nämlich gar nicht wissen, was solche die Begriffe bedeuten, um eine gute Rede abzuliefern. Man muss nur souverän rüberkommen und zu seinen Wissenslücken stehen können. Zwei Talente, die ich durchaus beherrsche.

Ich hab dann natürlich bei Wikipedia nachgeschlagen, was Insubordination bedeutet. Im Zusammenhang mit den Worten Mann und Frau kann sich daraus durchaus eine witzige Rede ergeben.

Probiert es ruhig mal mit euren Partnern, Freunden, Kindern oder anderen Menschen, die euch wichtig sind aus.

Einfach drei Begriffe ausdenken und die Begriffe mindestens 2 mal (ist die Anfängervariante) in einer 1-2 minütigen Rede einbauen. Das 1x wöchentlich geübt und ihr werdet Stegreifmeister!

Viel Spaß dabei.

Eure

Katja

Meine Hammertochter und ihr Bild von mir!

Meine sechsjährige Tochter Mathilde ist megatoll. Das sag ich nicht nur, weil sie meine Tochter ist, sondern weil es STIMMT. Sie malt, bastelt, näht, tanzt, spielt Theater und entwirft Rätsel oder Aufgaben für uns. Das macht sie alles mit einer bemerkenswerten Hingabe.

Ihre Bilder zum Beispiel spiegeln wider, welche Themen und Menschen in ihrem Leben gerade eine besondere Rolle spielen. Deshalb heute mal zwei Beispiele.

Mathilde wünscht sich seit längerem ein Pony oder Pferd. Deshalb malt sie auch besonders gerne Pferde. Hier mal ein Beispiel, in dem sie gleich einen Ausmalaufgabe für uns eingebaut hat. Ist das nicht herrlich?

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Vor wenigen Tagen überreichte Mathilde mir mit leuchtenden Augen dieses Bild.

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Statt gleich zu sagen, was ich sehe, frage ich, (wie immer) was sie gemalt hat. In diesem Fall war die Antwort: „Na Mama, das bist doch du!“

Jetzt guckt euch dieses Bild mal ganz genau an!!!!!!

Ich bin von strahlendem Licht umgeben, habe ein wunderschönes Kleid an, meine Figur ist der Hammer. Und die beiden Symbole neben mir, sind die Symbole, die Mathilde mit mir verbindet: Herz und Stern!

Dieses Bild hat mich tief berührt. So also sieht mich meine Tochter: ALS LEUCHTENDE WUNDERSCHÖNE FRAU MIT HERZ!

Und das Bild hat sie mit meinen Schreibtischstiften (Kulli und Textmarkern) gemalt, nicht mit ihren wunderschönen Buntstiften.

Hammer oder?

Eure tiefberührte

Katja

Lieblings-Frühstück!

Dank meiner Schwester Kerstin habe ich ein neues Lieblingsfrühstück. Dieses Müsli ist etwas zeitaufwendig, aber lohnt sich. Inzwischen haben wir es soweit perfektioniert, dass es in 7-10 Minuten herzustellen ist.

Zutaten:

  • 3-4 EL Haferflocken (wie ihr sie mögt, ich nehme die Zarten)
  • Trockenfrüchte (z.B. Pflaumen, Feigen usw.), kleingeschnitten
  • 100 gr. Magerquark
  • 1-2 EL Milch
  • 1-2 EL Agavendicksaft
  • 2 EL Leinöl
  • Frisches Obst nach Belieben
  • 1 EL Leinsaat-Honig-Granulat (findet ihr hier)
  • heißes Wasser aus dem Wasserkocher

Zubereitung:

Zuerst gebt ihr die Haferflocken 1und das kleinegeschnittene Trockenobst in eine Schüssel.

 

 

 

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Dann rührt ihr den Quark (ich nehme lactosefreien, wegen Unverträglichkeit) mit der Milch glatt, gebt das Leinöl und den Agavendicksaft hinzu und rührt alles wunderbar cremig.

 

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Jetzt kocht ihr Wasser im Wasserkocher, schneidet euch euer Lieblingsobst (bei mir diesmal Banane, Mango und Apfel) klein und gebt es ebenfalls in eine Schüssel.

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Jetzt das heiße Wasser auf die Haferflocken und das Trockenobst gießen. Soviel, dass alles bedeckt ist. (Die genaue Menge findet ihr durch probieren raus. Ich mag es wärmer, deshalb bin ich mit dem Wasser immer etwas großzügiger). Abdecken (z.B. mit Teller) und 1-2 Min. ziehen lassen.6

Gebt bitte auch Wasser über das Obst. Normalerweise soll das Obst im Topf gedünstet werden. Ich finde, der Effekt mit kochend heißen Wasser darüber ist genauso und ich bin schneller.

So jetzt gebt ihr das Leinsaat-Honig-Granulat über die Haferflocken, dann den Quarkmix dazu und das Obst obendrauf. Ich mag es ordentlich verrührt als Brei.

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TIPP: Ich mache mir manchmal noch etwas Zimt ran oder gebe Nüsse (mein Favorit: Cashewkerne) hinzu.

Mich begeistert, die Wärme, das Frische, das Süsse. Damit fühle ich mich schon morgens gut genährt und ich bin bis Mittag nicht hungrig oder empfinde Mangel an irgendetwas, weil viele Bedürfnisse gestillt sind. Nämlich, nach Wärme, Süsse und Frische in meinem Leben.

Das Schöne ist außerdem, dass ich jedes Mal voller Freude an meine Schwester denke. Ich bin froh und dankbar, dass Sie im Herbst beim Heilfasten war und dieses Rezept von der Woche mitgebracht hat.

Lasst es euch schmecken.

Eure Katja

Warum ich jetzt blogge, genau jetzt!

Der erste Blog, den ich gelesen habe, ist der von Liv Äpplegrön. Schaut mal hier

Das war im Januar 2013 und darauf gestoßen bin ich, weil ich Liv persönlich kenne und via Facebook mit ihr befreundet bin. Ich hab einfach mal auf ihren Link geklickt. Plötzlich eröffnete sich mir eine neue Welt. Ich tauchte ein in die Szene der Nähblogger. Besonders begeisterte mich die Kreativität, die Produktivität sowie die Freude am Nähen und Bloggen.

Ich teilte Liv sofort meine Begeisterung mit, woraufhin sie schrieb: „Freu mich, dass Dir mein Blog so gefällt. Bloggen wäre doch auch was für Dich, wa? Ich finde, dass Bloggen zu Dir passt :o) Ich wäre dann der 1. Follower“

Hää? Ich lese zum ersten Mal überhaupt einen Blog, hab überhaupt keine Ahnung, wie das geht, woher überhaupt die Zeit nehmen und sowieso, worüber soll ICHHHHH denn schreiben?

Dennoch der Gedanke ließ mich nicht los. Ich überlegte, einen Blog über die Herausforderungen einer Promotion zu schreiben. Doch schnell merkte ich, während ich an meinem Dissertationsthema arbeitete, dass ich niemals auch noch Zeit für einen Blog darüber haben würde. Inzwischen habe ich das Thema Promotion aus genau diesem Grund auch gestrichen. Mir ist meine Lebenszeit zu kostbar, um sie im harten Wissenschaftsbusiness zu verbringen.

Von da an kam der ein oder andere Blog mehr in mein Leben. Wobei ich diese eher unregelmäßig lese, trotz, dass ich sie abonniere. Am häufigsten gehe ich auf Beiträge durch eine Verlinkung über Facebook. Hier mal ein paar Beispiele, wem ich so folge:

Und seit 2015 mein absooooooooluter Lieblingsblog: LIEBESBOTSCHAFT

Ich gebe zu, bis Mitte 2015 war ich in Bezug auf einen eigenen Blog relativ ideenlos. Das änderte sich dadurch, dass ich endlich kapiert habe, wer ein Buch schreiben will, der sollte überhaupt erstmal schreiben und am besten fängt man damit an, indem man einen Blog schreibt.

Seit Mitte 2015 bin ich in meinem Leben auch an einem Punkt angekommen, der sich in purer Lebensfreude ausdrückt. Seit 2013 sind so viele wunderbare Menschen, inspirierende Bücher und unglaubliche Dinge in mein Leben getreten, dass ich jetzt echt was zu erzählen habe.

Manchmal braucht es dann noch einen Stupser. Der kam im Dezember 2015 von meinem Schwesterherz. Sie schickte mir einen Link von My Monk. Darin 8 Gründe, warum du unbedingt einen Blog haben solltest. Schau mal hier. 

Was soll ich sagen, der Jahreswechsel stand vor der Tür. Dezember, der magische Monat zwischen den Jahren, in dem man Bilanz zieht und sich Veränderungen vornimmt. Ihr wisst schon, dieses Ding mit den guten Vorsätzen. Obwohl der Blog irgendwie nicht so richtig zu guten Vorsätzen passt, weil diese bekanntlich (statistisch sogar nachgewiesen) in den ersten  3 Wochen wieder aufgeben werden.

Das mit dem Blog ist doch was Anderes. Irgendwie sowas, wie Energie hat sich drei Jahre lang in eine Richtung aufgestaut und jetzt lasse ich sie raus.

Geplant habe ich, jede Woche mindestens einen Eintrag zu posten.

Eure Katja

 

Hello, it`s me!

1. Januar 2016
Es ist soweit. Ab heute tue ich etwas, was sich gar nicht mehr vermeiden lässt, weil irgendwann alle Dinge nur noch in eine Richtung weisen. Ich blogge. (Was diese Dinge sind, die dazu geführt haben,  erzähle ich euch später.)

Ich habe überlegt:  Worüber schreibe ich zuerst? Relativ schnell hatte ich eine Antwort. Ich schreibe einfach über die 7 universellen Gesetze. Die Kenntnis über diese immer und überall gültigen  Naturgesetze hat mein Leben total verändert.

Doch heute früh hatte ich dann plötzlich den Impuls, über etwas anderes zu schreiben. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mit mir selbst einen Pakt geschlossen. Nämlich den, dass Impulse Vorrang haben. Also los geht’s.

Aufräumen ist für mich wie meditieren

Ich meine damit nicht das allgemeine Aufräumen von unnötigen Krempel in meinem Leben, dass sehr befreiend ist und auch immer wieder auf meinem Plan steht. Hier geht es um das Aufräumen nach einer Party und warum es für mich wie meditieren ist.

Wie schon ganz oft in unserer 20 jährigen Beziehung waren wir Gastgeber für eine Silvesterparty mit unseren engsten Freunden. Ich liebe es, alles vorzubereiten, schön zu dekorieren, eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen und besonders den Moment, wenn alle eintrudeln und die Energie in unserem Haus auf Partylevel steigt.

Doch worauf ich mich auch freue, ist die sogenannte Ruhe nach dem Sturm. Alle sind gegangen, meine liebe Familie schon im Bett oder noch im Bett, weil ich heute erst morgens aufgeräumt habe. Dann beginne ich mit dem strukturierten Wegräumen leerer Gläser und Flaschen, Beseitigen von Müll, Abwischen diverser Tische und Oberflächen, Einräumen der Spülmaschine, Eintuppern der Reste, usw. Während ich das tue, erfasst mich eine Ruhe, der Kopf ist leer, ich tue es einfach. Genau dieser Zustand, den ich dann empfinde, erinnert mich an das Wohlgefühl, das meditieren bei mir erzeugt. Deshalb freue ich mich seit Jahren auf diese wunderbare Zeit nach einer Party vor der es viele Menschen einfach nur graut.

Ich habe darüber nachgedacht, warum ich diese Aufräummeditation so liebe. Vielleicht weil mein Kopf dann nicht mehr die ganze Zeit dran denkt, was wir noch vorbereiten müssen. Ich  nicht mehr danach schaue, ob jeder Gast sich wohlfühlt. Vielmehr können mein Mund und Verstand endlich still stehen.  Eines ist mir auch noch aufgefallen. Während ich vor mich hinputze, tue ich dies  mit wahrer Hingabe.

Schon während ich das Wort Hingabe denke, fällt mir der Post von Joanna vom Blog Liebesbotschaft ein, in dem sie über“ Unsexy skills that will change your life“ schreibt. Den kann ich euch nicht vorenthalten, deshalb schaut hier.

Genau mit dieser Hingabe werde ich diesen Blog schreiben.

Willkommen 2016. Ich freue mich auf jeden deiner 366 Tage und auf euch, meine Leser!

Eure Katja